Mittwoch, 15. Juni 2011

Schneidebrettchen

Herr Bhend und ich haben seit Monat und Tag ein grosses, dickes, hölzernes Schneidebrett in der Küche. Es dient als Unterlage zum Brote streichen, zum heisse Pfannen abstellen und natürlich zum kleinschneiden von so Allerlei. Da wir grosse Liebhaber von Zwiebeln und Knoblauch sind, riecht es immer dezent herzhaft. Das ist an und für sich kein Problem, hat aber je länger je mehr dazu geführt, dass das Frühstücksmüesli mit geschnittenen Früchten eher einer Kampagne zur Abwehr von Vampiren glich als einem guten Start in den Tag.

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Es musste etwas getan werden. Jonas und ich haben die Möglichkeiten, die Vor- und Nachteile ausführlich diskutiert und sind zum Schluss gekommen, dass uns nur ein zusätzliches Früchtebrett helfen kann. Ich habe eins gekauft, ein rotes Plasticbrett, dass sich zweifelsfrei vom Holzbrett unterscheiden lässt, und es wurde hinter dem Abwaschtrog an die Wand gestellt und war so gut erreichbar. Keine zwei Wochen später schneide ich in der Früh munter Pfirsichstücke, mische sie mit Flocken und Joghurt und ...
... alles schmeckt dezent nach Knoblauch.

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Was war geschehen? Ich spreche mit Herrn Bhend. Oh, er hätte das schöne, neue Brettchen gesehen und wohl für Knoblauch benutzt, das könne schon sein.

Na ja, ein Reservebrett schadet ja nicht. Was tun wir aber, damit Herr Bhend beim dritten, nun anzuschaffenden Brett daran denkt, dass es ein Früchtebrett ist? Herr Bhend's Lösung: Das geht nicht, wir müssten halt wohl oder übel alle zwei Wochen ein Neues kaufen, weil er sich das unmöglich merken könne. Ich denke, das kann doch nicht sein, und schlage vor, dass er selbst eins einkaufen geht, vielleicht ein spezielles, vielleicht mit Fruchtbildern drauf, vielleicht können wir es anschreiben, das müsste doch gehen. Herr Bhend ist zwar skeptisch, lässt sich aber überreden.

Das Resultat der Einkaufstour lässt sich sehen:

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Hübsch, nicht? Und es klappt, seit nunmehr eineinhalb Wochen wird es ausschliesslich für Früchte benutzt.

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Kommentare:

  1. aso ich bin schon schampar froh, seid ihr befähigt, unstimmigkeiten derart diplomatisch zu lösen. in dringenden fällen stehe ich gerne supervisorisch zur verfügung... und übrigens dünkt mich das neue brett recht wrestlisch- aber besser als knoblisch. schnidet guet!

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  2. Ist das vielleicht ein Witz über die EHEC-Seuche in Deutschland?
    Sorry, aber das neue Brettli gleicht echt einer Bakterienkultur. Schneidet Euch ja nicht in die Finger sonst wirds gefährlich.
    Apropos nicht gleicher Meinung sein, schliesse ich mich Repplis Kommentar an.

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  3. Moment, das kann man vielleicht auf den Bildern nicht so gut sehen, aber das ist Silberglimmer! Ich bin vor allem schampar froh, dass der Jonas bei Schneidebrettchen einen derart guten Geschmack hat ; )

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  4. Rebi, wusstest du, dass heute die Weihnachtslieder kommen?
    C

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  5. Hallo Helen,
    ich war jetzt länger nicht mehr auf deinem Blog und habe mich jetzt wieder ein bisschen durchgelesen. Für den Fall, dass ihr meinen bescheidenen Tipp zu den Brettlis noch oder wieder einmal benötigt:
    Ich habe das Holzbrett auf der einen Seite einfach mit einem "Z" markiert. Für Zwiebeln und Knoblauch. Bisher funktioniert das bestens.
    Liebe Grüsse
    Jolanda

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  6. Hei Jolanda, das war bei uns leider damals schon zu spät, sonst wäre es auf jeden Fall die einfachere Lösung gewesen. Bis jetzt (und das ist ja bereits eine Weile...) klappt es mit dem Glitter-Brättli ganz gut ; )
    Ich habe durch's Buschtelefon gehört, dass ihr Berner Meisterinnen geworden seit. Das ist zwar auch schon fast nicht mehr wahr, aber trotzdem: Herzliche Gratulation!
    Ich schutte zwei Mal die Woche eine Pause lang mit den Jungs an der deutschen Schule und sie dribbeln mir jeweils ganz schön um die Ohren...

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