Donnerstag, 26. Januar 2012

Tennis und BBQ

Heute ist Australia Day! Das heisst: BBQ und BBQ und noch ein bisschen mehr BBQ. Für uns muss es etwas abwechslungsreicher sein, also: Bouldern und BBQ.

Heute spielt Roger gegen Rafa, grad um die Ecke. Und deshalb wird unser Programm vielleicht noch etwas abwechslungsreicher. Nicht, dass wir Tickets hätten, aber die Pubs haben ja bekanntlich Bildschirme.

Heute schreibe ich endlich wieder einen Post, was schon fast einer Sensation gleichkommt. Ich habe euch vermisst! Und viel gemacht und erlebt in der Zwischenzeit. Eine Musikfortbildung von mir ist vorverschoben worden. Sie war genial. Nun spreche ich manchmal nicht mehr mit Jonas, sondern singe. Und erfinde ständig neue Lieder. Und warte darauf, dass ich ein wohnungsweites Singverbot kriege.

Das kann nicht mehr allzu lange dauern.

Am Samstag sassen wir 9 Stunden in der Margaret Court Arena und haben Tennis geguckt. Wahnsinn. 9 Stunden. Ich habe überhaupt erst nach 8 Stunden gemerkt, dass wir schon so lange dasitzen. Wir sind ganz früh gekommen, haben tolle Plätze reserviert und sie dann einfach den ganzen Tag behalten. Offenbar waren so viele Leute wie noch nie zuvor da. Wir haben tolle Spiele gesehen, aber ich muss sagen, nach 9 Stunden war meine Konzentration nicht mehr ganz taufrisch. Ich hatte für eine Weile genug vom Tennis.

Kennt ihr den?

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Stanislas Wawrinka. Wir haben versucht, mit möglichst welschem Akzent zu schreien. Langweiliges Spiel gegen Marcos Baghdatis, ein Griechisch-Zypriote.

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Den kennt ihr vielleicht auch. Er hat es zu unrühmlicher Bekanntheit geschafft. Er wurde von der griechischen Community in Melbourne frenetisch unterstützt, aber das hat ihn offenbar noch nicht genug angestachelt, so dass er versuchte, sich mit dem Kaputtschlagen von vier Rackets in Stimmung zu bringen. Zuweilen wähnte man sich eher in einem Hockeystadion denn in einer Tennisarena.

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Der Schiri war nach einer Weile auch ein bisschen genervt und der Herr Baghdatis verlor den langweiligen Match.

Danach haben die Vorbereitungen für das nächste Schuljahr angefangen. Ich werde viel mehr an der deutschen Schule unterrichten, dafür nicht mehr an der Pionierschule. Ich werde nur noch zwei Jobs haben. Jupiee!

Und noch etwas, vor allem für Anja: Ja, es stimmt, unsere Güetzi-Ausstechsammlung ist noch etwas armselig, aber sie ist über Weihnachten auch etwas gewachsen und hat sich vor allem faunatisch diversifiziert.

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Wir sind auf dem richtigen Weg. Obwohl wir Unterstützung immer gebrauchen können. Zum Beispiel ein Spitzbubenausstecher fehlt uns schmerzlich. Und der Elch, tja, der Elch...

Christmas in July steht ja praktisch vor der Türe ; ) 

P.S. Ich habe in diesem Post ein Wort erfunden. Also eines bewusst, andere vielleicht unbewusst, wer weiss. Das nennt sich übrigens kreatives Schreiben!

Kommentare:

  1. faunatisch finde ich ein wunderbares Wort!
    Zum Singen: lass dirs ja nicht verbieten. Angehende Opernsängerinnen müssen üben, üben, üben und zwar laut und mit Freude und sogar in der eigenen Wohnung. Jonas, patienza ( ou, schreibt man das mit zwei z? ), das kommt gut!
    Ich geniesse übrigens im Moment theoretischen Tennisunterricht von unserm Nachbardritteler, bin also ganz à jour und er schon bald reif fürs open.
    Helen, ich gratuliere zur neuen Stellenzusammensetzung!
    Bald kommt Rebi. Ich würde am liebsten wieder mitkommen!

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  2. Hehe, zum Glück ist das kein Buch, für Blogs gelten da gaaaaanz andere Regeln! ; )

    Neue Wörter erfinden macht einfach zu viel Spass. Genauso wie alles singen, was man sagen will.
    Leider ist der Unterschied zwischen einer Opernsängerin und mir, dass Erstere hoffentlich immer die Töne trifft. Und dann gibt es noch Unterschiede, um die ich ganz froh bin: Opernsängerinnen sind meistens über den empfohlenen 80 cm Bauchumfang zum Beispiel.

    Und Christine: Wir sind ja noch eine Weile hier. Vielleicht klappt's noch mal. Aber dann müsstet ihr unbedingt noch etwas australischere Landschaften sehen, den Uluru zum Beispiel.

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